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Wir haben vielleicht dazu beigetragen, dass unsere Hundekumpels “Welpenblicke” haben

Wir haben vielleicht dazu beigetragen, dass unsere Hundekumpels “Welpenblicke” haben

Hundebesitzer kennen den Blick: Ihr Hund starrt Sie mit großen Augen an, und Sie können nicht widerstehen, ihn zu umarmen oder ihm ein Leckerli zu geben. Eine neue Studie zur Gesichtsanatomie von Hunden deutet darauf hin, dass wir diesen Ausdruck möglicherweise durch die Bevorzugung von Hunden mit “Welpenaugen” im Laufe von Tausenden von Jahren der Hundeevolution geschaffen haben.

Für die Arbeit sezierten die Forscher die Überreste von vier Wölfen und sechs Hunden und konzentrierten sich dabei auf deren Gesichter. Sie entdeckten zwei auffällige Unterschiede: Der Musculus levator anguli oculi medialis, der die Augenbrauen anhebt, war bei allen Hunden hoch entwickelt, bei Wölfen aber kaum vorhanden. Und alle Hunde mit Ausnahme eines sibirischen Huskys – einer alten Rasse – verfügten über einen robusten Musculus retractor anguli oculi lateralis, der die Augen weitet, indem er die Augenlider zu den Ohren zieht. Dieser Muskel fehlte bei den Wölfen weitgehend.

Kombiniert erlauben die beiden Muskeln den Hunden, die großen, traurigen Augen auszudrücken, die unsere Herzen schmelzen lassen, berichtet das Team heute in den Proceedings of the National Academy of Sciences. Und tatsächlich, als die Forscher Fremde baten, sich einer Reihe von Tierheimhunden und zahmen Wölfen zu nähern, produzierten die Hunde den traurigen Augenaufschlag – wissenschaftlich bekannt als “die AU101-Bewegung” – im Durchschnitt fünfmal häufiger und mit viel größerer Intensität als die Wölfe.

Das Team vermutet, dass sich Menschen in der frühen Hunde-Evolution eher um Hunde mit diesem Blick kümmerten, vielleicht weil er sie an die großen Augen von menschlichen Säuglingen erinnerte. Diese Hunde bekamen mehr Welpen, und so verbreiteten sich die Muskeln, die die großen Augen antreiben, in den Hundepopulationen. Auch heute noch finden Tierheimhunde, die diesen Blick haben, eher ein Zuhause. Die nächste Frage ist, ob andere Haustiere wie Katzen auf die gleiche Strategie gekommen sind.

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